Silberbarren kaufen und verkaufen

Silber gilt als das „Gold des kleinen Mannes“. Mit einem Kilopreis von gut 700 Euro (Stand: Mitte Juli 2012) kostet es deutlich weniger als Gold, Platin oder Palladium. Anleger, die in das Edelmetall investieren und Silberbarren kaufen möchten, sollten dies gut vorbereiten und nichts überstürzen.
Im ersten Schritt gilt es, den Kauf in den Kontext der sonstigen Vermögensplanung einzubeziehen.

Je nach Quelle wird für den Edelmetallanteil im Portfolio eine Obergrenze von 10 bis 30 Prozent genannt. Da Platin und Palladium sehr spezifische (und damit im Zweifelsfall wenig liquide) Investments sind, fahren Privatanleger mit einer Aufteilung des Edelmetallanteils auf Gold und Silber am besten. Üblicherweise wird Gold dabei übergewichtet – zwingend ist das jedoch nicht.

Silberkauf und Mehrwertsteuer

Der Kauf von Silberbarren unterliegt in Deutschland der Mehrwertsteuer. Beim Erwerb von Barren fällt der reguläre Steuersatz in Höhe von 19 Prozent an. Privatanleger erhalten die Mehrwertsteuer nicht vom Finanzamt zurück. Wer zu einem späteren Zeitpunkt die Silberbarren verkaufen möchte oder muss, tut dies hingegen gezwungenermaßen zum Nettopreis. Schon allein deshalb ist eine längere Haltedauer für Privatanleger Pflicht!

Anleger und Sammler verfolgen unterschiedliche Motive

Es gibt einzelne Ausnahmen von der Besteuerung. Einige Sammlermünzen werden mit dem ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent belegt. Welche Münzen das sind, legt das Bundesministerium der Finanzen jährlich fest. Es ist keinesfalls anzuraten, aus diesem Grund Münzen zu erwerben. Die Stücke ermöglichen kein reines Silberinvestment, weil ihr Kaufpreis zu einem nicht unerheblichen Teil aus einem Sammlerwert resultiert. Kapitalanlage und Sammelleidenschaft sind strikt zu trennen!

Regelmäßig statt auf einmal kaufen: Der Cost Average Effekt

Bei Altersvorsorge und Vermögensaufbau sind kleinere und dafür regelmäßige Käufe über Sparpläne längst üblich. Auch beim Kauf von Silberbarren spricht nichts gegen diese Vorgehensweise. Wer monatlich oder vierteljährlich einen fixen Betrag in Silber investiert, profitiert vom Coast Average Effekt. Dadurch ergibt sich ein Durchschnittspreis, der weniger stark von Ausreißern bedroht ist als bei einem Einmalinvestment.

Vergleichen lohnt sich: Der erste Preis ist nicht der beste

Es versteht sich von selbst, dass beim Silberbarren kaufen Vergleich und Analyse des Marktes oberste Käuferpflicht sind. Die Preise von Banken und Edelmetallhändlern unterscheiden sich mitunter gravierend. Durch die anfallende Mehrwertsteuer lässt sich der Aufschlag zum rechnerischen Weltmarktpreis schwieriger auf den ersten Blick erkennen als bei Gold. Vor allem Edelmetallshops im Internet bieten benutzerfreundliche Anwendungen mit zeitnaher Einbindung der Marktkurse. Im Idealfall werden beim Silberbarren Kaufen aktueller Preis und Verfügbarkeit ab Lager in Echtzeit aktualisiert. Die meisten Händler beschränken sich unter normalen Marktbedingungen aber auf ein bis zwei Aktualisierungen am Tag.

Veräußerungsgewinne sind steuerfrei

Wer beim Silberbarren verkaufen Vergleich – siehe auch unseren Silberbarren Preisvergleich – und Einholung verschiedener Angebote nicht scheut, profitiert ebenfalls. So wie Banken und Edelmetallhändlern von Käufern einen Aufschlag (Agio) auf den rechnerischen Weltmarktpreis verlangen, stellen sie Verkäufern einen Abschlag (Disagio) in Rechnung.

Eine generelle Aussage dazu, in welchem Segment des Retail-Silbermarktes sich die besten Preis realisieren lassen, gibt es nicht. Typischerweise liegen Online-Shops mit großem Bekanntheitsgrad weit vorn. Neben guten Preisansagen ist eine vertrauenswürdige Erscheinung wichtig. Nicht hinter jeder „Silberkaufen verkaufen Vergleich“-Anzeige im Internet oder Teletext verbirgt sich ein seriöser Anbieter. Veräußerungsgewinne sind nach Ablauf von zwölf Monaten steuerfrei.