Hersteller von Goldbarren – Überblick

Umicore

Die Umicore Group mit Sitz in Belgien ist eine Materialtechnologie-Gruppe und ein weltweit führendes Unternehmen bei der Herstellung von Autoabgaskatalysatoren und diversen edelmetallhaltigen Produkten. Sechs Geschäftsbereiche des Unternehmens werden über die Umicore AG und Co. KG mit Sitz in Hanau-Wolfgang geführt. Zu diesen Geschäftsbereichen gehört auch die Sparte Precious Metals Management, dem die Herstellung und der Vertrieb von Goldbarren angegliedert ist.

Ein Verkauf direkt an Privatanleger ist bei Umicore nicht vorgesehen. Der Bezug der Barren des Unternehmen ist über Banken und ausgewählte Handelspartner möglich. Umicore hat im Jahr 2003 die früheren Edelmetallaktivitäten der Degussa AG übernommen. Bis zum Jahr 2005 wurden noch Barren mit dem Degussa-Stempel gegossen. Seit 2005 gießt Umicore ausschließlich Barren mit eigenem Label. Die seit Herbst 2011 von der Degussa Goldhandel GmbH angebotenen Barren stammen von einem in der Schweiz ansässigen Unternehmen, dass die Markenrechte an Degussa von Evonik, dem „weißen Teil“ der RAG, erworben hat.

Degussa

Degussa steht für Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt und steht für eine der traditionsreichsten Marken für die Herstellung von Gold- und Edelmetallbarren im deutschsprachigen Raum. Die Geschichte des Unternehmens reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Barren von der „echten“ werden heute allerdings nicht mehr hergestellt. 2003 übernahm die Umicore Group die Edelmetallaktivitäten der Degussa und stellte 2005 schließlich die Herstellung von Barren mit der Prägung „Degussa“ zugunsten der Weiterentwicklung des eigenen Markennamens ein. Seit 2011 werden wieder Goldbarren mit der Degussa-Prägung verkauft. Bei dem Anbieter handelt es sich um ein Unternehmen aus der Schweiz, das die Markenrechte an Degussa vom Evonik-Konzern erworben hat.

Heraeus

Heraeus mit sitz in Hanau bei Frankfurt am Main ist ein weltweit tätiges Edelmetall- und Technologieunternehmen, das sich seit mehr als 160 Jahren in Familienbesitz befindet. Im Jahr 2011 erzielte das Unternehmen einen Edelmetallhandelsumsatz von 21,3 Mrd. Euro. Zum Geschäftsbereich Edelmetalle gehört die Verarbeitung von Gold, Silber und Platin – vorwiegend zu industriellen Zwecken. Heraeus zählt sich selbst zu den ersten Adressen weltweit im industriellen Edel- und Sondermetallgeschäft. Mit Gesellschaften in Europa, Nordamerika, Asien und Afrika umfasst der Geschäftsbereich Edelmetalle die gesamte Wertschöpfungskette der Edelmetallgewinnung- und Verarbeitung. Ende 2011 beschäftigte Heraeus rund 2600 Mitarbeiter.