Goldbarren lagern – Unser Ratgeber für Sie

Es gibt gute Gründe, Goldbarren p. hysisch zu erwerben und sie im eigenen Machtbereich griffbereit zu halten. Die Aufbewahrung ist zuhause ebenso möglich wie in einem Bankschließfach. Bei der Lagerung in einem Bankschließfach fallen Gebühren für das Schließfach an. In den seltensten Fällen ist darin eine Versicherung enthalten. Diese ist aber dringend erforderlich, weil die Versicherung der Bank nicht für alle denkbaren Schadenereignisse aufkommt. Die Inhalte der Schließfächer sind häufig nicht gegen Einbruch versichert.

Bankschließfach nicht ohne Versicherung

Die jährlichen Gebühren variieren stark zwischen den Banken, die Schließfächer anbieten. Auch die Mindestmietdauer ist sehr unterschiedlich. Sie reicht von wenigen Wochen (sinnvoll etwa für die Urlaubszeit) bis hin zu mehreren Jahren. Nicht jede Bank vermietet an Fremde – einige setzen eine bestehende Kontoverbindung voraus.

Anonym bleiben Schließfächer in Deutschland nicht. Sie werden zwar nicht der SCHUFA gemeldet, dafür aber die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Bei Recherchen durch Sozial- und Strafverfolgungsbehörden fällt ein Schließfach deshalb auf.

Für ein Bankschließfach spricht die wachsende Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland. Ein versicherter Goldbestand in einem Bankschließfach schließt die meisten Risiken aus. Neben der fehlenden, vollständigen Anonymität ist die Abhängigkeit vom unbeschwerten Zugang zum Schließfach ein Nachteil – in extremen Krisenszenarien ist dieser womöglich nicht gewährleistet.

Goldbarren lagern im Haus: Hausratversicherung prüfen

Wer Goldbarren im Haus lagern möchte, muss auf einen Versicherungsschutz gegen Einbruchdiebstahl und Raub nicht verzichten: Im Verlustfall kommt grundsätzlich die Hausratversicherung für den Schaden auf und ersetzt den Wiederbeschaffungswert. Damit der Versicherer leistet, müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein.

Einschränkend wirkt die bei allen Hausratversicherungen übliche Entschädigungsobergrenze für Wertsachen in Höhe von (meistens) 20 Prozent der Versicherungssumme. Zu den Wertsachen zählen auch Bargeld, Schmuck etc. In Standardverträgen wird die Versicherungssumme zumeist auf 650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche festgelegt. Wer viele Goldbarren unter dem eigenen Dach lagern will, sollte über eine Erhöhung der Versicherungssumme an sich sowie über eine Anhebung der Obergrenze für Wertsachen verhandeln. Das Ausmaß der erforderlichen Prämienerhöhung richtet sich unter anderem nach dem Wohnort.

Goldbarren ab 20.000 Euro nur im Safe lagern

Eine weitere Grenze liegt bei 20.000 Euro pro Versicherungsfall und sieht vor, dass Werte in Gold oberhalb dieses Betrages nur versichert sind, wenn sie in einem Wertschutzschrank gelagert wurden. Es muss sich um einen von einer zugelassenen Prüfstelle testierten Safe handeln, der entweder mindestens 200 Kilogramm wiegt oder bündig in den Boden/die Wand eingelassen bzw. fachmännisch verankert ist.