Goldbarren 1 Gramm kaufen

Dass 1 Gramm Goldbarren bei Privatanlegern auf großes Interesse stoßen, war um die Jahrtausendwende herum noch nicht absehbar. Die Hausse am Goldmarkt und die Sorge um das Finanzsystem haben das Interesse der breiten Bevölkerung geweckt. Wer sich mit kleinem Budget für Gold als Anlagevehikel interessiert und mit einem Goldbarren 1 Gramm kaufen möchte, sollte sich über die im Vergleich zu größeren Barren signifikant höheren Kosten im Klaren sein.

Bis zu 20 Prozent Agio auf den Weltmarktpreis

Bei einem Weltmarktpreis von 1600$/Feinunze (eine Feinunze entspricht 31.103 Gramm) und einem €/$-Wechselkurs von 1,25 (so viele $ werden für einen 1,00€ bezahlt) kostet 1 Gramm Gold rechnerisch rund 41,15 Euro. Diesen Preis werden Privatanleger aber niemals realisieren, wenn sie 1 Gramm Goldbarren kaufen und damit (abgesehen allenfalls von Goldstaub) die kleinste handelbare Einheit des Edelmetalls zum Einstieg wählen. Stattdessen beträgt der Goldbarren Preis für 1 Gramm bei den meisten Händlern ca. 49 bis 50 Euro pro Barren, was einem „Ausgabeaufschlag“ von rund 20 Prozent gleichkommt. Als wirtschaftlich sinnvolle Untergrenze gelten 10 Gramm. Wer in kleinere Einheiten investiert, sollte entsprechend großen Wert auf die kleine Stückelung legen.

Zahlungsmittel im Krisenfall

Eine Präferenz für Goldbarren 1 Gramm kann in deren potenzieller Eigenschaft als Zahlungsmittel im Krisenfall begründet werden. Für den täglichen Gebrauch würden sich größere Barren in einem solchen (Extrem-)Szenario nicht eignen. Auch für Anleger mit größerem Budget kann die Anschaffung einiger Kleinstbarren deshalb sinnvoll sein. Mehrwertsteuer fällt beim Kauf in Deutschland nicht an. Die der Umsatzsteuerbefreiung zugrundeliegende EU-Richtlinie erlaubt den EU-Mitgliedstaaten allerdings prinzipiell, eine Steuerpflicht einzuführen.